Pflügl läuft sich in Kenia für den Linz Marathon warm
"Der Dank gilt meiner Frau, die mit den drei Kindern zu Hause ist. Es ist schließlich keine Selbstverständlichkeit, dass der Mann sechs Wochen in Kenia ist." Christian Pflügl fand gestern bei einer Pressekonferenz die passenden Einstiegsworte, um danach seine Ziele zu formulieren. Sprich: Das Lauf-Ass aus St. Konrad will beim Borealis-Marathon eine Zeit von 2:14 Stunden laufen und damit das Limit für die Olympischen Spiele im Sommer in London erbringen. Seine bisherige Bestzeit liegt bei 2:15,58 Stunden, gelaufen im Vorjahr in Frankfurt.
Ein Höhentrainingslager auf 2400 Meter Seehöhe hat Pflügl bereits hinter sich gebracht, Ende Februar will er sich weitere drei Wochen in Kaptagat warm laufen: "Dort hat es angenehme 25 bis 27 Grad." Und: "Viele Asse bereiten sich in Kaptagat auf die Saison vor. Ich habe etwa Paula Radcliff getroffen und Viktor Röthlin." Der Schweizer Europameister startet in Linz über die Halbmarathon-Distanz.
Damit Pflügl in Linz sein Ziel erreicht, stellt ihm der Linzer Mr. Marathon, Ewald Tröbinger, einen kenianischen und ukrainischen Schrittmacher zur Seite. Auch der Kärntner Markus Hohenwarter unternimmt einen Angriff auf das Olympia-Limit. Ebenfalls am Start ist Hohenwarters Freundin Sabine Reiner, die Vize-Staatsmeisterin über die 42,195-km-Distanz ist.
Die Top-Läufer in Linz kommen aus Afrika. Der Kenianer Rutto Ronald Kipchumba (Bestzeit: 2:09:17 Stunden) hat ebenso genannt wie der Äthiopier Wodajo Teferi, der bei einer Bestleistung von 2:07:45 Stunden hält.
Bericht und Foto aus der OÖN.
08.02.2012 14:38

